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Baxi hat im Landkreis viele Freunde

Staatssekretär Füracker übergibt Förderbescheid für zweite Projektphase - Nachfrage über Erwartungen

 

Tirschenreuth. (pz) Das Projekt Baxi ist bereits wenige Monate nach dem Start ein Erfolgsmodell: Beim Besuch von Finanz- und Heimatstaatssekretär Albert Füracker am Freitag im Landratsamt zog Peter Zimmert, in der Landkreisbehörde verantwortlich für den Öffentlichen Personennahverkehr, eine erfreuliche Bilanz.


Füracker überreichte Landrat Wolfgang Lippert einen Förderbescheid über 73 000 Euro (wir berichteten). Der Freistaat gewährt den Betrag für die zweite Phase der "Bayerischen Initiative Regionale Daseinsvorsorge" - kurz "Bird". "Gerade in Regionen, die vom demografischen Wandel in besonderer Weise betroffen sind, sind hohes Engagement und kreative Lösungen gefragt", erklärte Füracker. Das Projekt wird bis Ende 2014 abgeschlossen sein.



Jährlich 500 Leute weniger

"Wir verlieren etwa 500 Einwohner im Jahr", erklärte Landrat Lippert und sprach von einer besonderen Herausforderung. Das intelligente Anrufbus-System mit der Kombination von Bus und Taxi sei auf die Bedürfnisse im Landkreis zugeschnitten. Nun müsste das Angebot in Kooperation mit der Regionalbus Ostbayern (RBO) dem Bürger schmackhaft gemacht werden, sagte der Landrat weiter. "Das geht nur mit gezielter Vermarktung." Die nun gewährte Förderung eröffne dafür viele Möglichkeiten. Außerdem freute sich Lippert über Anrufer aus anderen Teilen Bayerns, die ein ähnliches System etablieren wollten.

"Wir sind für das Management der demografischen Entwicklung verantwortlich", sagte Staatssekretär Füracker über die Aufgaben des Heimatministeriums. Neben Tirschenreuth komme der Landkreis Regen in den Genuss der "Bird"-Förderung. "Wir werden alles tun, um den Raum zu stärken", sagte Füracker. "Die Nachfrage übersteigt die Erwartungen bei weitem", informierte Peter Zimmert über die ersten Erfahrungen seit dem Projektstart im März.



Nicht ohne Zuschüsse


Das Angebot sei vielseitiger, gleichzeitig würden Kosten reduziert. "Wir sparen uns eine Buslinie ein und können damit drei Baxi-Linien finanzieren." 1500 Fahrgäste im Monat nähmen bisher das neue Angebot in Anspruch. Zimmert dankte dem Ministerium für die Unterstützung. Allerdings verhehlte der Sachbearbeiter auch nicht, dass auch weiterhin eine langfristige Unterstützung nötig ist. Denn ohne Zuschüsse wäre das Projekt nicht zu finanzieren.

Mitterteichs Bürgermeister Roland Grillmeier verwies darauf, dass zur Umsetzung des Konzepts der sprichwörtlich lange Atem nötig sei. In Familien seien inzwischen mehrere Autos vorhanden. Füracker meinte dazu, den Leuten müsse vorgerechnet werden, was sie sich mit der Nutzung des Angebots an Geld sparen ließe.


Quelle: www.oberpfalznetz.de