< Baxi hat im Landkreis viele Freunde

Mobilitätskonzept des Landkreises gut gestartet

Gut gestartet ist das neue Mobilitätskonzept des Landkreises. Fast 1200 Fahrgäste nutzten im Mai die Kombination aus Bus und Taxi, weshalb Landrat Wolfgang Lippert im Kreisausschuss "Baxi-Papa" Peter Zimmert höchstes Lob für die Arbeit der vergangenen Monate aussprach.


Der am Landratsamt für den Öffentlichen Personennahverkehr Verantwortliche sah die "Marke Baxi" erfolgreich installiert. Der Bekanntheitsgrad sei sehr groß. "Wir werden von einer Flut von Anregungen, Beschwerden und Fragen überschwemmt." Das sah Zimmert durchaus positiv. "So erhalten wir wichtige Anstöße, um unser System zu verbessern."

Denn "Baxi" soll sich ja an den Bedürfnissen der Bürger orientieren. Deshalb gibt es bereits im August einen neuen Fahrplan und im Frühjahr eine Neuauflage. Dennoch: Größtes Hemmnis ist nach Zimmerts Erfahrungen die telefonische Anmeldung bei der Fahrtwunschzentrale.

Die ist sieben Tage in der Woche von 6 bis 21.30 Uhr besetzt, nimmt die Anmeldungen entgegen und beauftragt das entsprechende Mietwagenunternehmen. Gleichzeitig erhält der Fahrgast seine Abfahrtszeit. "Unsere wichtigste Aufgabe wird es jetzt sein, die Scheu vor diesem Gespräch abzubauen", sagte Zimmert.

Vor allem im westlichen Landkreis scheint die sehr ausgeprägt zu sein. Da gibt es doch die eine und andere Linie, die kaum oder überhaupt nicht gefragt ist. Kulmain-Immenreuth-Kemnath zum Beispiel oder auch Brand-Ebnath-Waldershof-Pullenreuth-Neusorg oder Friedenfels-Waldershof. "Ich weiß auch nicht, woran das liegt", gestand der Kemnather Bürgermeister Werner Nickl. "Auch der frühere Anrufbus ist bei uns schlecht angenommen worden." Dass es umgekehrt auch geht, zeigt die Linie von Neualbenreuth über Waldsassen, Konnersreuth und Pechbrunn nach Marktredwitz. Der Löwenanteil der Fahrgäste ist auf dieser Strecke zu finden. "Da hat früher schon der Anrufbus gut funktioniert", wusste Zimmert.

Neben diversen Informationsveranstaltungen bei den Bürgern sollen auch die Mitarbeiter in den Gemeindeverwaltungen geschult werden. "Viele Bürger wenden sich mit Fragen zum neuen Konzept an ihre Gemeinde. Da wäre es schon hilfreich, wenn dort umfassende Auskünfte gegeben werden könnten", wusste der Sachbearbeiter "von manchmal abenteuerlichen Informationen". Zimmert war im Kreisausschuss schon zuversichtlich, im Laufe der nächsten drei Jahre ein ausgereiftes System zu entwickeln.

Die Daseinsvorsorge sei eine wichtige Aufgabe, der sich der Landkreis nicht entziehen könne. Allerdings sei er weiterhin auf die Unterstützung des Staates angewiesen. "Aber die Signale, die wir bisher aus München bekommen haben, lassen uns hoffen, auch über 2016 hinaus auf die Förderung des Freistaates bauen zu können."


Quelle: www.oberpfalznetz.de